2019: Im Zeichen des Henkers

Liebe Büchermenschen,

zum Jahresabschluss wünsche ich euch erholsame freie Tage und ein gemütliches Hinübergleiten ins nächste Jahr!
Zeit für einen kleinen Rückblick auf meine diesjährige Schreiberei.

2019 war für mich vor allem das Jahr der Überarbeitung und hat mich eines gelehrt: Sogar der vermurksteste Roman kann gerettet werden, wenn man sich dahinterklemmt. Und das Ergebnis kann sich richtig lohnen!

Mit der ersten Fassung von „Ritter und Henker“ war ich schon Ende April fertig. Ich liebte sie, vor allem meine Hauptfiguren Steyn und Gavin, nur leider stellte sich rasch heraus: So nicht. Die Motivation von Gavin ergab bei genauerem Hinsehen keinen Sinn, und dadurch funktionierte die gesamte Handlung nicht mehr. Ich war ziemlich erstaunt (bzw. erschrocken), dass mir mit meiner jahrelangen Schreiberfahrung ein solcher Fehler unbemerkt unterlaufen war. Aber es half nichts, ich musste mich entscheiden, ob ich den Roman hinschmeißen oder vollständig auseinanderpflücken und aufwändig überarbeiten wollte.

»Ich weiß nicht, wer Ihr seid, Gavin«, sagte Steyn. »Ich weiß nur, dass Ihr mir – dass Ihr allen die Wahrheit vorenthaltet.«

Ritter und Henker

Ich entschied mich fürs Überarbeiten, und das war die richtige Wahl. Auch wenn die Überarbeitung sehr kompliziert und aufreibend war (ich nannte sie auch etwas selbstironisch „OP am offenen Herzen“) und ich nie genau wusste, ob mein neues Konzept letzten Endes funktionieren würde, hatte ich doch am Ende ein Manuskript, auf das ich richtig stolz war. „Ritter und Henker“ ist für mich eine der besten Geschichten geworden, die ich jemals geschrieben habe.

Geholfen hat mir dabei mein Autor* innen-Bekannten- und Freundeskreis und meine Betaleser* innen. Sie haben wie ich an diese Geschichte geglaubt, und dafür bin ich ihnen sehr dankbar. Mein Wunsch wäre daher, „Ritter und Henker“ zu veröffentlichen und diese Geschichte noch weiter zu teilen. Denn ich habe die Hoffnung, dass sie auch anderen Freude bereiten und ihr Herz berühren könnte, so wie bei mir.

Momentan träume ich davon, eine „Dunkle-Ritter-Trilogie“ zu schreiben: düstere Helden, tragische Schicksale, verwunschene Reiche, ein wenig Liebe und manchmal, , ein Funken Hoffnung und Humor. Mit dem nächsten Teil dieser Reihe habe ich im NaNoWriMo angefangen, der Arbeitstitel lautet „Nebelritter“. Wieder geht’s um ein verwunschenes Königreich und zwei Ritter, die sich einer Bedrohung stellen müssen, die an ihrer Substanz frisst. Wahrscheinlich wird mich dieser Text noch länger im nächsten Jahr begleiten.Eine meiner Hauptfiguren hat einen ausgeprägten eigenen Kopf und eine macht bereits Probleme, seitdem ich sie kenne. Kann mich das jetzt noch schrecken? Nein!

Wie war euer Schreib- oder Lesejahr 2019?

Ich hoffe, wir lesen uns im nächsten Jahr!

Liebe Grüße
Eure Kaja

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.