Winterballade vom armen Xeleander

Totenbeschwörer Xeleander

Xeleander – nie ohne seinen gelben Schal

Zum Jahreswechsel und zur Feier der Veröffentlichung von Highland Quest – Kapitel 3 habe ich für euch ein Gedicht. Es handelt von Xeleander, dem emotionalen jungen Totenbeschwörer mit dem gelben Schal. Er gehört zu den potentiellen Mitstreitern in Highland Quest und hat in Kapitel 3 seinen ersten großen Auftritt. Das Gedicht interpretiert die Ereignisse des Spiels frei und lässt auch einige wichtige Punkte weg. Es lässt sich auf die Melodie der Sommerballade von der armen Louise singen.

Erklärungen zum Hintergrund:

  • Xeleanders Freundin betrügt ihn mit dem Antagonisten des Spiels.
  • Sophia – eine der Anführerinnen der Totenbeschwörer. Berüchtigt für ihre radikalen Ansichten und ihre Vorliebe für Liche (die im Spiel Tethnekai heißen).
  • Die „fesche Heldin“ könnte die Hauptfigur von Highland Quest sein – tatsächlich ist die im Gedicht beschriebene Handlungsvariante eine, die man auch auswählen kann.

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Winterballade vom armen Xeleander

1. Xel’ander lag allein die lange Nacht,
und sein Gesicht war schon ganz gelb vor Neid.
Und wenn er an die Liebste sein gedacht,
die ihn betrog, tat er sich selber leid.
Und als Sophia ihn so sah, so ungeküsst,
von Eifersucht verwandelt das Gesicht,
da riet sie ihm, dass er die Seele müsst’
in ein Gefäß einschließen, Punkt! – Er aber mochte nicht.
Er war nur armer Nekromanten Kind
und wollte lieber sein ein Fels im Winterwind.

2. Da sagte ihm Sophia, dass er nun
ein Lich und furchtbar mächtig werden sollt’;
brächt’ er sich selbst nicht um, würd’ sie es tun.
Es sei ihr ganz egal, ob er es wollt’.
Und nun begriff er scharf
bei ihren Worten, dass man sich
nicht alles anhör’n darf …
man wird sonst doch zum Lich …
Er war nur armer Nekromanten Kind
und wollte lieber sein ein Fels im Winterwind.

3. Da kamen Helden an mit Kampfgeschrei
und färbten im Gefecht den Boden rot.
Auch eine fesche Heldin war dabei,
er flüchtete zu ihr in seiner Not.
Und jetzt begriff Xel’ander etwas spät,
was andrer Mütter schöne Töchter sein.
In seinem Herzen drin war kein Gebet,
doch pustete der Frühlingssturm hinein …
Er war nur armer Nekromanten Kind
und wollte lieber sein ein Fels im Winterwind.

4. Dann fragte er die Heldin, ob er nicht
ihr Freund könnt’ sein und mit ihr kommen bald.
Sie sah ihn an, als sei er nicht ganz dicht.
Da wurde ihm wie einem Lich so kalt.
Und als die Heldin sagte, dass sie sehr
die Nekros hasse, und ihn niederstieß,
da wunderte er sich schon gar nicht mehr,
dass ihn sein Glück nun endgültig verließ …
Er war nur armer Nekromanten Kind
und wollte nie mehr sein ein Fels im Winterwind.

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Ich wünsche euch einen guten „Rutsch“ und ein kreatives und erfolgreiches Jahr 2018!

Eure Coppelia

One Reply to “Winterballade vom armen Xeleander”

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